Meine Ex-Raucher Story (77)

Hallo,

mein Name ist Fredl, ich komme aus der Nähe von München und war 35 Jahre lang Raucher. Mal mehr, mal weniger stark. Zuletzt lag ich bei einem Tageskonsum von ca. 15 Zigaretten. Davon einige in zwei Etappen geraucht, da es mir je nach Witterung schnell mal zu blöd wurde, draußen zu stehen und meiner Sucht zu frönen. In meiner Karriere als Raucher habe ich 2-3 Versuche, dem blauen Dunst Einhalt zu gebieten, als gescheitert verbuchen müssen. Natürlich habe ich dafür auch immer eine Erklärung gehabt, unglückliche Umstände, die zu harte Party, zu hoher Stress… Dann kam die Zeit des Rauchverbots in Bayern und dem Rest Deutschlands. Klar, Bayern war natürlich gleich wieder Vorreiter mit den strengsten Regularien. UND ICH MITTEN DRIN. Nun könnte ich hier stundenlang weiter schreiben, aber es ging vielen so wie mir. Nach einigen Jahren war man so daran gewohnt, dass man es als gut so fand. Kein Gestank mehr in Restaurants ganz weit vorne zu nennen. Aber die Sucht hatte einen immer noch voll im Griff. Alle vier Monate der Besuch beim Zahnarzt zur Prophylaxe, neige ich doch auch durch Kaffeekonsum zu erhöhten Verfärbungen an den Zähnen, und das geht für mich gar nicht. Also 3-4-mal im Jahr im Behandlungsstuhl. Jaja, immer wieder mal hörte man von der E-Zigarette. Aber mal ehrlich, die soll mir dabei helfen aufzuhören, wo ich vorher immer versagt habe?

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Vom unglücklichen Raucher zum glücklichen Dampfer (18)

Wir schreiben das Jahr 1972. Ein paar Klassenkameraden und ich stehen in dem kleinen Waldstück in der Nähe der Schule. Verstohlen blicken wir uns nach allen Seiten um. Ok, keiner zu sehen. Da holt einer der Jungen eine kleine Schachtel Zigaretten aus seiner Schultasche. Es war eine der Packungen, in der nur 5 Stück sind. Die sind vom Taschengeld bezahlt. Die anderen kramen in ihren Hosentaschen nach Kleingeld. Und schließlich gibt jeder dem „Verkäufer“ seine 10 Pfennig für jeweils eine Zigarette. Ein anderer hat auch die Streichhölzer dabei. Es dauert nicht lange und alle stecken sich ihre Zigarette an und paffen los. Auf Lunge ziehen traut sich noch niemand. Jeder Angst davor zu husten und damit als Weichei dazu stehen. Ich sehe zu und bewundere meine Mitschüler. Selbst traue ich mich noch nicht. Es kursieren Gerüchte, dass einem beim ersten Mal schlecht werden kann und man sich übergeben muss. Oder noch schlimmer, man kann Durchfall davon bekommen. Sollte mir so etwas passieren, müsste ich mir das Leben nehmen, weil ich nach so einer Peinlichkeit niemandem mehr unter die Augen treten könnte. Und da ich am Leben hänge und noch viel vorhabe, verschiebe ich meine erste Erfahrung mit der Zigarette auf später.

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